Das GAPS–Protokoll –

Hilfe bei vielen sogenannten unheilbaren Erkrankungen

© Damaris Pfeiffer-Böhme, Heilpraktikerin

„Ein Mensch ist das, was seine Bakterien aus ihm machen.“ Kopeloff 1930

90 % des gesamten genetischen Materials in unserem Körper stammt von den Bakterien, die in uns leben. Was bedeutet das für uns?

Die zwei riskantesten Dinge, die ein Astronaut …mit in die Raumkapsel nimmt, sind sein Gehirn und seine Darmflora.“ (Bengson 1979)

Was wäre, wenn es zwischen diesen beiden einen Zusammenhang gäbe?

Wer hierzulande dem Begriff „GAPS“ begegnet, kann damit meist wenig oder gar nichts anfangen – ganz anders als im Englisch sprachigen Raum, wo dieses Wort ganz einfach „Lücken“ bedeutet, aber auch als Kunstwort mittlerweile vielen Menschen ein Begriff geworden ist, die beruflich oder privat mit den vielfältigen Erkrankungen befasst sind, unter denen immer häufiger Kinder und Erwachsene leiden und deren Zahl dramatisch zunimmt:

Es handelt sich um das „Gut and Psychology/Physiology-Syndrome“ – zu Deutsch ganz locker übersetzt, das Syndrom der “Bauch/Kopf/Körper-Connection“. Dieser Ausdruck wurde 2004 von der russisch-englischen Neurologin Dr. Natasha Campbell McBride MD, MMedSci (neurology), MMedSci (human nutrition) geprägt, nachdem sie mit Hunderten von Kindern und Erwachsenen mit psychischen und neurologischen Erkrankungen gearbeitet hatte. Sie selbst hatte sich aufgrund eigener leidvoller Erfahrungen mit ihrem zuvor autistischen Sohn veranlasst gesehen, nach Heilungsmethoden jenseits der Schulmedizin Ausschau zu halten.

Wie in Naturheilkundekreisen allgemein bekannt, gehen viele Erkrankungen vom Verdauungstrakt aus und nicht zuletzt wussten das bereits unsere Vorfahren. So sagte schon Hippokrates (460 – 370 v. Chr.): Der Tod sitzt im Darm und dies hat immer wieder Praktiker und Forscher animiert, Mittel und Wege zu finden, wie wir diese unsere Wurzel, unsere größte Kontaktfläche mit der Umwelt, so pflegen und heilen können, dass sie möglichst ein Leben lang dabei hilft, eine gute Gesundheit zu bewahren oder wiederzuerlangen.

Wenn wir nun auf Epidemien der heutigen Zeit zu sprechen kommen wollen, können wir mit Fug und Recht behaupten, dass die GAPS-Epidemie wohl eine der größten in den Zivilisationsländern überhaupt ist und stetig und massiv ansteigt. Wir werden nicht umhin kommen, uns diesem Thema noch viel ausführlicher als in der Vergangenheit zu widmen. Wie also äußert sich GAPS, dass ich zu dieser ungeheuerlichen Aussage komme?

GAPS als Gut (Darm) and Psychology Syndrome ist fast immer bei psychischen Störungen von Kindern und Erwachsenen beteiligt. Natürlich wissen wir alle, dass negative Prägungen, Lebenskrisen und Schocks ebenfalls als Trigger oder Ursache an diesen Krankheiten beteiligt sein können, aber neuere Forschungen und Erfahrungen zeigen die hochsignifikante Beteiligung des Verdauungstraktes an der Entstehung psychischer Erkrankungen, wie z. B. Autismus, Aspergers, Dyspraxie, AD(H)S, Legasthenie, Dyskalkulie, Depressionen, Schizophrenie, Aggressivität, Verhaltensstörungen, Bipolaren Störungen, Essstörungen, Hyperaktivität, Lernstörungen, Konzentrationsstörungen, Zwangserkrankungen, Manien, etc.

GAPS als Gut and Physiology Syndrome kann sich in allen nur denkbaren körperlichen Erkrankungen äußern, so seien nur ein paar hier genannt – der informierte Leser wird noch selbst einige hinzuzufügen haben:

Akne, Allergien, Anämie, Angina, Magersucht, Asthma, Arteriosklerose, Autoimmunerkrankungen, Blähungen, Erkrankungen im Säuglingsalter, Blutdruckprobleme, Bulimie, Atemwegsinfektionen, Cholesterinprobleme, Koliken bei Babys, Kolitis, Durchfall, Verstopfung, Mittelohrentzündungen, Epilepsie, Ekzeme, Neurodermitis, Lebensmittelallergien und –intoleranzen, „schnöckige“ Kinder und Erwachsene, chronische Blasenentzündung, gestörte Darmflora, Herzprobleme, Reizdarmsyndrom, Menstruationsprobleme, Nährstoffmängel, PMS, Reflux – Sodbrennen, Gewichtsprobleme…Die Aufzählung ist nicht vollständig.

Übrigens ist es ganz interessant, dass „Schnöckigkeit“ oft ein erster Hinweis auf GAPS ist – diese Menschen beschränken ihre Ernährung häufig auf denaturierte Kohlenhydrate, stärkehaltige Produkte, Süßes und Süßigkeiten, etwas anderes möchten sie am liebsten gar nicht essen!

Wie in informierten Kreisen durchaus bekannt, können Lebensmittelallergien und –unverträglichkeiten prinzipiell fast jede Krankheit auslösen oder verschlimmern. So werden jährlich hohe Summen für Lebensmittelunverträglichkeitstests ausgegeben, um nach diesen Tests dann viele Lebensmittel vom Speiseplan zu streichen bzw. zu rotieren, gleichzeitig unternimmt man mit der Einnahme von Probiotika und anderen Maßnahmen den Versuch, den Darm zu sanieren.

Viele Menschen streichen sukzessive immer mehr Speisen, allem voran die glutenhaltigen Getreidesorten, häufig auch Laktose, Fruktose, Weizen, Eier, Nüsse, unverträgliche Obstsorten usw. usw. Viele erleben eine kurz- oder auch etwas längerfristige Besserung ihrer Symptome um dann mit der Zeit festzustellen, dass die Lebensmittelunverträglichkeiten sich nur verschoben haben – d. h. Lebensmittel, die regelmäßig konsumiert wurden, lösen nun auch eine Reaktion aus – der Speiseplan wird immer eingeschränkter – Heilung scheint in weiter Ferne, die Frustration ist groß! Dabei ist es wichtig zu wissen, dass Intoleranzen (z. B. von Fruktose, Laktose, Gluten etc.) mit einem Enzymmangel zusammen hängen, der sich ganz oder teilweise durch Regenerierung des Darms und der enzymproduzierenden Drüsen beheben lassen kann. Andere sogenannte Lebensmittelunverträglichkeiten (getestet durch IgG-Tests) gehen auf eine löcherige Darmschleimhaut (Leaky Gut) zurück und können ebenfalls durch Heilung des Darm gebessert werden bzw. verschwinden.

Doch zurück zum Gut and Psychology Syndrome – lassen wir Dr. Natasha Campbell-McBride hier einmal selbst zu Wort kommen:

„Wir leben in einer Welt in der sich neurologische Störungen epidemisch verbreiten: Autismus, Aufmerksamkeits-Defizit-Hyperaktivitätsstörung (ADHS / ADS), Schizophrenie, Legasthenie, Dyspraxie, Depressionen, Zwangsstörungen, bipolare Störungen und andere neuro-psychologische und psychiatrische Probleme bei Kindern und jungen Erwachsenen werden immer häufiger angetroffen.

In der klinischen Praxis überlappen sich diese Zustände nicht selten. Ein Kind mit Autismus ist oft hyperaktiv und motorisch ungeschickt (Dyspraxie). Es gibt eine ca. 50%ige Überlappung zwischen Legasthenie und Dyspraxie und eine 25 - 50%ige zwischen Hyperaktivität und Legasthenie und Dyspraxie.

Kinder mit diesen Störungen werden oft als depressiv diagnostiziert. Sie sind später in der Regel anfälliger für Drogenmissbrauch oder Alkoholismus als ihre Altersgenossen. Ein junger Erwachsener mit der Diagnose Schizophrenie hat als Kind oft an Legasthenie, Dyspraxie und/oder an ADHS/ ADS gelitten. Schizophrenie und bipolare Störung werden oft als zwei Seiten einer Medaille beschrieben.

Wir haben verschiedene diagnostische Schubladen erstellt, in die wie unsere Patienten stecken. Aber ein moderner Patient passt da nicht wirklich hinein. In den meisten Fällen passt der gegenwärtige Patient in ein eher diffuses Bild von sich überlappenden neurologischen und psychischen Erkrankungen.

Wenn wir diese Patienten klinisch untersuchen, stellen wir fest, dass sie, abgesehen von sogenannten psychischen Problemen, auch körperlich sehr krank sind. Verdauungsstörungen, Unterernährung, Allergien, Asthma, Ekzeme, chronische Blasenentzündung, Soor und schlechte Essgewohnheiten sind feste Bestandteile des Bildes.

Welches typische Szenario sehen wir in der klinischen Praxis?

Bevor wir den Patienten untersuchen, ist es sehr wichtig, die Krankengeschichte der Eltern anzuschauen. Wenn Eltern erwähnt werden, denkt man immer an die Genetik. Doch neben der Genetik gibt es etwas sehr Wichtiges, was die Eltern, vor allem die Mutter, an ihr Kind weitergeben: ihre einzigartige Darmflora. Nur wenige Menschen wissen, dass ein Erwachsener im Durchschnitt etwa 2 kg. Bakterien im Darm besitzt.

Es gibt mehr Zellen in dieser mikrobiellen Masse als in einem ganzen menschlichen Körper. Es ist eine hoch organisierte Mikro-Welt, in der bestimmte Arten von Bakterien vorherrschen müssen, um uns körperlich und geistig gesund zu halten. Ihre Rolle in unserem Gesundheitszustand ist so wichtig, dass wir es uns einfach nicht leisten können, sie zu ignorieren. Später werden wir auf die Darmflora eines Kindes ausführlich eingehen. Nun wollen wir zur Quelle der Darmflora des Kindes zurückkehren – die der Eltern.

Nach Auswertung hunderter Fälle neurologischer und psychischer Zustände bei Kindern ist ein typisches Bild der Gesundheit der Mütter dieser Kinder entstanden:
Die typische moderne Mutter wurde als Baby wahrscheinlich nicht gestillt, weil sie in den 60er oder 70er Jahren geboren wurde, als Stillen aus der Mode kam. Warum ist das wichtig? Weil bekannt ist, dass ein Baby, das von der Flasche ernährt wird, eine ganz andere Darmflora entwickelt, als ein gestilltes Baby. Die beeinträchtigte Darmflora eines flaschengefütterten Babys prädisponiert das Kind zu vielen gesundheitlichen Problemen.

Nachdem die Mutter als Baby bei der Geburt selbst schon eine suboptimale Darmflora erhalten hatte, wurde die typische moderne junge Mutter schon als Kind und Jugendliche mehrmals mit Antibiotika gegen verschiedene Infektionen behandelt. Es ist allgemein bekannt, dass Antibiotika eine ernsthafte und schädliche Wirkung auf die Darmflora haben, weil sie auch die positiven Bakterienstämme im Darm eliminieren.

Mit 16 Jahren und teils sogar noch früher bekam die moderne Mutter die Antibabypille, die sie einige Jahre lang bis zur Gründung einer eigenen Familie nahm. Antibabypillen üben eine verheerende Wirkung auf die positiven (guten) Bakterien im Darm aus. Eine der wichtigsten Funktionen der guten Bakterien in der Darmflora ist die Kontrolle von etwa 500 verschiedenen Arten pathogener (schlechter) und opportunistischer Mikroben, die der Wissenschaft bekannt sind. Wenn die nützlichen Bakterien zerstört werden, erhalten die Opportunisten eine besondere Gelegenheit, große Kolonien zu bilden und weite Teile des Verdauungstraktes zu besetzen.

Eine moderne Ernährung mit von der Industrie stark verarbeiteten Lebensmitteln und Fastfood bietet perfekte Nahrung für diese Erreger und das ist die typische Ernährung, die eine moderne Mutter als Kind und junge Erwachsene zu sich nahm. Infolgedessen hat eine moderne Mutter schon eine ernsthaft kompromittierte Darmflora, wenn sie so weit ist, dass sie Kinder bekommen möchte.

In der Tat sind klinische Anzeichen von Darmdysbiose (abnorme Darmflora) in nahezu 100 % der Mütter von Kindern mit neurologischen und psychiatrischen Erkrankungen feststellbar. Die häufigsten Gesundheitsprobleme bei Müttern sind Magenprobleme, Allergien, Autoimmunerkrankungen, PMS, chronische Müdigkeit, Kopfschmerzen und Hautprobleme.

Ein Baby wird mit einem keimfreien Darm geboren. In etwa den ersten 20 Tagen des Lebens wird der jungfräuliche Darm des Kindes von einer Mischung aus Mikroben besiedelt. Diese wird zur Darmflora des Kindes und hat für den Rest des Lebens eine enorme Wirkung auf die Gesundheit des Kindes. Woher kommt diese Darmflora? Hauptsächlich von der Mutter. Die Darmflora der Mutter wird an das neugeborene Kind weitergegeben.“

An dieser Stelle gilt es zu bedenken, dass das noch sehr unreife Immunsystem des Neugeborenen die ersten Keime – ob Bakterien oder Pilze – als die „Richtigen“ ansieht, die es in Zukunft nicht angreifen wird. Dass dies eine verheerende Wirkung nach sich ziehen kann, lässt sich leicht vorstellen.

Weiter Dr. Natasha: „Über unsere Darmflora denken wir normalerweise nicht lange nach. Und doch erfüllt die Darmflora eine Anzahl von Funktionen, die so wichtig für uns sind, dass, sollte eines Tages unser Verdauungstrakt sterilisiert werden, wir es wahrscheinlich nicht überleben würden.

Die erste und sehr wichtige Funktion ist die angemessene Verdauung und Resorption der Nahrung. Erhält ein Kind keine normale ausgeglichene Darmflora, wird es Lebensmittel nicht richtig verdauen und absorbieren können, welches unweigerlich zur Entwicklung diverser Nährstoffmängel führt. Und genau das sehen wir oft bei Kindern und Erwachsenen mit Lernbehinderungen, psychischen Problemen und Allergien. Viele dieser Patienten sind unterernährt. Selbst in den Fällen, in denen das Kind gut wachsen kann, zeigt eine Untersuchung einige typische Mangelerscheinungen bei vielen wichtigen Mineralien, Vitaminen, essentiellen Fettsäuren, vielen Aminosäuren und anderen Nährstoffen.

Am häufigsten ist bei diesen Patienten ein Mangel an Magnesium, Zink, Selen, Kupfer, Kalzium, Mangan, Schwefel, Phosphor, Eisen, Kalium, Vanadium, Bor, Vitamine B1, B2, B3, B6, B12, C, A , D, Folsäure, Pantothensäure, Omega-3, 6, 9-Fettsäuren, Taurin, Alpha-Ketoglutarsäure, Glutathion und vielen anderen Aminosäuren zu finden. Die übliche Liste der Nährstoffdefizite enthält einige der wichtigsten Nährstoffe für die normale Entwicklung und Funktion eines kindlichen Gehirns, des Immunsystems und des übrigen Körpers.

Neben der normalen Verdauung und Resorption von Nahrung synthetisiert eine gesunde Darmflora aktiv verschiedene Nährstoffe: Vitamin K, Pantothensäure, Folsäure, Thiamin (Vitamin B1), Riboflavin (Vitamin B2), Niacin (Vitamin B3), Pyridoxin (Vitamin B6), Cyancobalamine (Vitamin B12), verschiedene Aminosäuren und Proteine. Tatsächlich zeigen Menschen mit Darmdysbiose immer einen Mangel an diesen Nährstoffen auf. Die klinische Erfahrung zeigt, dass die Wiederherstellung der nützlichen Bakterien im Darm der beste Weg ist, um mit diesen Mängeln umzugehen.
Die Mehrheit der Kinder und Erwachsenen mit neurologischen und psychischen Erkrankungen sehen blass und teigig aus. Bei einer Untersuchung zeigen sie verschiedene Stadien der Anämie (Blutarmut) auf, was nicht verwunderlich ist. Um gesundes Blut zu haben, benötigen wir viele verschiedene Nährstoffe: Vitamine (B1, B2, B3, B6, B12, K, A, D, usw.), Mineralstoffe (Fe, Ca, Mg, Zn, Co, Se, Bor usw.), essentielle Aminosäuren und Fette. Diese Patienten können diese Nährstoffe nicht nur nicht aus der Nahrung aufnehmen, sondern die Eigenproduktion ist bei vielen gehemmt.

Hinzu kommt, dass bei Menschen mit geschädigter Darmflora oft bestimmte Gruppen pathogener Bakterien im Darm heranwachsen – und zwar eisenfressende Bakterien (Actinomyces spp. Mycobacterium spp. Pathogene Stämme von E. coli, Corynebacterium spp., und viele andere). Diese konsumieren das Nahrungseisen, so dass die betroffene Person Eisenmangel entwickelt. Leider führt die Supplementierung von Eisen nur dazu, dass diese Bakterien noch stärker wachsen und somit keine Heilung der Anämie bewirkt wird. Zur Behandlung von Blutarmut benötigt der Mensch alle erwähnten Nährstoffe und viele davon werden von einer gesunden Darmflora geliefert.

Abgesehen davon, dass nützliche Bakterien sich an der Ernährung des Körpers beteiligen, wirken sie ebenfalls sozusagen als Türsteher(Anmerkung der Übersetzerin) und Haushälter für den Verdauungstrakt. Sie überziehen die gesamte Oberfläche des Darms, sind eine natürlichen Barriere als Schutz vor Eindringlingen und Giften und produzieren eine Menge antibakterieller, antiviraler und fungizider Substanzen.

Gleichzeitig beliefern sie die Darmschleimhaut mit Nahrung. Es wird geschätzt, dass 60 – 70 % der Energiegewinnung der Darmschleimhaut auf die Tätigkeit der Bakterien, die die Darmschleimhaut besiedeln, zurückzuführen sind. Kein Wunder also – ist die Darmflora nicht normal kann auch der Verdauungstrakt selbst nicht gesund sein. Tatsächlich haben die meisten Kinder und Erwachsenen mit Lernbehinderungen, psychischen Erkrankungen und Allergien ebenfalls Verdauungsprobleme. In vielen Fällen sind diese Probleme so schwerwiegend, dass sie von den Patienten (oder deren Eltern) direkt erwähnt werden. Auch wenn in einigen Fällen nicht ganz so gravierend, stellt sich bei direkter Befragung heraus, dass das Kind nie einen normalen Stuhlgang hatte, als Baby unter Koliken litt und dass Bauchschmerzen, Völlegefühl und Blähungen häufig zum Alltag gehören.

Erwachsene Patienten beschreiben die gleiche Art von Symptomen. Wenn von Gastroenterologen untersucht, fand man entzündliche Darmprozesse und Kotstau mit Over-spill-Syndrom (hierbei wird noch etwas Kot ausgeschieden – er läuft sozusagen über.

In den späten 90er Jahren fanden Dr. Andrew Wakefield und sein Team am Royal Free Hospital in London eine entzündliche Erkrankung des Darms bei autistischen Kindern, die sie autistische Enterocolitis nannten. Schizophrene Patienten waren schon immer dafür bekannt, dass sie an schweren Magenproblemen leiden. Dr. Curtis Dohan, MD, hat viele Jahre der Erforschung von Verdauungs-Anomalien in der Schizophrenie gewidmet. Er fand eine viele Ähnlichkeiten zwischen Zöliakiepatienten und dem Zustand des Verdauungstraktes bei Schizophrenen. Ja, meine klinische Praxis zeigt, dass diese Patienten, lange bevor sie psychotische Symptome entwickeln, an Verdauungsstörungen und allen anderen typischen Symptomen der Darmdysbiose leiden, häufig schon von Geburt an. Oft wird berichtet, dass Kinder und junge Erwachsene mit ADHS / ADS, OCD, Depressionen und anderen neuro-psychologischen Problemen unter Verdauungsstörungen leiden.

Welche anderen Symptome der Darmdysbiose kennen wir?

Eine gut funktionierende Darmflora ist die rechte Hand unseres Immunsystems. Die nützlichen Bakterien im Darm sichern eine angemessene Produktion verschiedener Immunzellen, Immunglobulinen und andere immunrelevante Stoffe.. Vor allem aber halten sie das Immunsystem in der richtigen Balance. Typischerweise geraten bei einer Person mit Darmdysbiose zwei wichtige „Hauptarme“ des Immunsystems aus dem Gleichgewicht - mit Unterfunktion der Th1-Zellen und Überfunktion der Th2-Zellen. Als Ergebnis beginnt das Immunsystem auf die meisten Reize der Umwelt mit einer allergischen oder atopischen Reaktion zu antworten.

Ein Baby wird mit einem unreifen Immunsystem geboren. Die Etablierung einer gesunden und ausgewogenen Darmflora in den ersten Tagen des Lebens spielt eine entscheidende Rolle in der Reifung des Immunsystems. Erwirbt das Baby keine ausreichende Darmflora, bleibt das Immunsystem des Babys beeinträchtigt. Dadurch kommt es zu einer Vielzahl an Infektionen, die mit Antibiotika behandelt werden, wodurch die Darmflora und das Immunsystem des Kindes weiter geschädigt werden.

Die häufigsten Infektionen in den ersten zwei Lebensjahren von Kindern mit neurologischen, psychologischen und atopischen Erkrankungen sind Erkrankungen des Ohres, Infektionen der Atemwege, Halsschmerzen und Impetigo contagiosa (hochinfektiöse bakterielle Hautinfektion).

Ebenfalls in den ersten zwei Lebensjahren erhält ein Kind eine Menge Impfungen. Ist das Immunsystem geschwächt, kann das Kind anders als erwartet auf die Impfungen reagieren. In den meisten Fällen verstärken Impfstoffe die Schädigung des Immunsystems und werden so zu einer Quelle von chronisch persistierenden Virusinfektionen und Autoimmunerkrankungen. Es wurden schon eine beträchtliche Anzahl Studien über den Zustand des Immunsystems bei Kindern und Erwachsenen mit Lernschwierigkeiten und psychischen Problemen veröffentlicht. Die Forschung zeigt tiefe Veränderungen in allen wichtigen Zellgruppen und Immunglobulinen bei diesen Patienten. Die am häufigsten gefundenen Autoantikörper sind: Myelin Basisches Protein (MBP) und Neuron-Axon Filament Protein (NSFP). Diese Antikörper greifen das Gehirn und den Rest des Nervensystems an.

Der moderne Patient (Kind oder Erwachsener) von dem wir hier sprechen, hat also von Anfang an keine normale Darmflora erhalten, und dann wurde diese durch wiederholte Gaben von Antibiotika und Impfungen weiter beschädigt. Das Ergebnis: Diese Kinder und Erwachsenen leiden häufig an Verdauungsproblemen, Allergien, Asthma und Ekzemen. Aber abgesehen davon passiert bei Menschen, die weitere neurologische und psychische Probleme entwickeln, noch etwas Schreckliches. Ohne Kontrolle durch die nützlichen Bakterien haben verschiedene opportunistische und pathogene Bakterien, Viren und Pilze eine gute Chance, große Gebiete im Verdauungstrakt des Patienten zu besetzen und dort zu großen Kolonien heranzuwachsen.

Zwei Gruppen, die am häufigsten bei Tests gefunden werden, sind Hefen (einschließlich der Candida Spezies) und Clostridien. Diese pathogenen Mikroben verdauen die Nahrung auf ihre eigene Weise und produzieren dabei große Mengen an verschiedenen toxischen Substanzen, die in die Blutbahn aufgenommen werden und über die Blut-Hirn-Schranke zum Gehirn gelangen. Die Anzahl und die Mischung der Toxine können sehr individuell sein, so dass verschiedene neurologische und psychische Symptome zum Vorschein kommen. Statt die Quelle der Ernährung zu sein, wird das Verdauungssystem nun aufgrund des Fehlens bzw. der stark reduzierten Anzahl nützlicher Bakterien in der Darmflora zu einer regelrechten Giftquelle.

Von welcher Art von Giften reden wir?

Es gibt viele Giftstoffe, die bis heute wenig erforscht sind, aber einige Toxine wurden schon gründlich studiert. Schauen wir uns das mal näher an:

Acetaldehyd & Alkohol

Die häufigste Form der Überwucherung des Verdauungssystems von Menschen mit neuro-psychiatrischen Erkrankungen ist der Befall mit pathogenen Hefen, insbesondere der Candida-Spezies. Hefen vergären Kohlenhydrate aus der Nahrung und produzieren dabei Alkohol und sein Nebenprodukt Acetaldehyd. Schauen wir mal, was die ständige Einwirkung von Alkohol und Acetaldehyd im Körper bewirkt.

Leberschäden mit eingeschränkter Fähigkeit, Drogen, Schadstoffe und andere Giftstoffe zu entgiften.

Degeneration der Bauchspeicheldrüse mit eingeschränkter Fähigkeit, Pankreasenzyme zu produzieren, was die Verdauung beeinträchtigt.

Eine verminderte Fähigkeit der Magenwand, Magensäure zu produzieren.

Schäden am Immunsystem.

Hirnschaden mit einem Mangel an Selbstbeherrschung, beeinträchtigter Koordination, beeinträchtigter Sprachentwicklung, Aggression, geistiger Behinderung, Verlust des Gedächtnisses und Stupor.

Periphere Nervenschädigung mit Empfindungsstörungen und Muskelschwäche.

Schädigung des Muskelgewebes mit veränderter Fähigkeit zur Kontraktion und Entspannung sowie Muskelschwäche.

Mangelerscheinungen als Ergebnis der schädigenden Wirkung auf die Verdauung und Absorption der meisten Vitamine, Mineralien und Aminosäuren. Mängel der B-und A-Vitamine treten besonders häufig auf.

Alkohol hat die Fähigkeit, die Toxizität der am häufigsten verwendeten Medikamente, Schadstoffe und andere Toxine zu verstärken.

Eine Änderung im Stoffwechsel von Proteinen, Kohlenhydraten und Lipiden im Körper.

Die Unfähigkeit der Leber, alte Neurotransmitter, Hormone und andere Nebenprodukte des normalen Stoffwechsels zu entsorgen. Dies führt zu einer Ansammlung dieser Stoffe im Körper, was Verhaltensauffälligkeiten und viele andere Probleme bewirkt.

Acetaldehyd gilt als das giftigste Nebenprodukt von Alkohol. Es ist die Chemikalie, die uns das Gefühl eines Katers gibt. Wer einen Kater erlebt hat kann bestätigen, wie schrecklich sich das anfühlt. Kinder, die von Anfang an mit einer krankhaften Darmflora mit vielen Hefen behaftet sind, kennen vielleicht gar kein anderes Gefühl. Acetaldehyd hat eine Vielzahl von toxischen Auswirkungen auf den Körper. Eine verheerende Auswirkung dieser Chemikalie kommt durch ihre Fähigkeit, die Struktur von Proteinen zu verändern. Man geht davon aus, dass solchermaßen veränderte Eiweiße viele Autoimmunreaktionen auslösen. Kinder und Erwachsene mit neuro-psychiatrischen Problemen haben oft Antikörper gegen das eigene Gewebe.

Neurotoxine von Clostridien.

Bisher sind etwa 100 verschiedene Arten der Clostridien bekannt. Sie sind im Stuhl von Menschen mit Autismus, Schizophrenie, Psychosen, schweren Depressionen, Muskellähmung und Muskeltonus-Anomalien sowie einigen anderen neurologischen und psychiatrischen Erkrankungen zu finden. Viele Clostridien-Spezies sind normale Bewohner des menschlichen Darms.

Zum Beispiel werden Clostridium tetani routinemäßig im Darm von gesunden Menschen und Tieren gefunden. Jeder weiß, dass Tetanus wegen des extrem starken Nervengiftes, das vom Clostridium- tetani-Bakterium produziert wird, eine tödliche Krankheit ist. Die Clostridium-tetani-Bakterien, die im Darm leben, werden normalerweise durch die nützlichen Bakterien in Schach gehalten und fügen uns keinen Schaden zu, denn das Gift gelangt nicht durch eine gesunde Darmwand. Leider haben die Patienten, von denen wir hier sprechen, keine gesunde Darmwand. Bedingt durch die Darmdysbiose kann dieses starke Nervengift durch die geschädigte Darmschleimhaut und dann durch die Blut-Hirn-Schranke gelangen, was für die geistige Entwicklung der Person Folgen hat. Viele andere Clostridien-Arten (Perfringens, Novyi, Septicum, Histolyticum, Sordelli, Aerofoetidum, Tertium, Sporogenes, etc.) produzieren ähnliche Gifte wie Tetanustoxin nebst vielen weiteren. Dr. William Shaw der Great Plains Laboratories beschreibt im Detail wie eine Anzahl autistischer Kinder unter der Gabe Clostridien-hemmender Medikamente bemerkenswerte Verbesserungen in ihrer Entwicklung und in biochemischen Tests aufwiesen.

Leider werden diese Mittel rückfällig, sobald Medikament abgesetzt wird, sie keine gesunde Darmflora besitzen, die die Vermehrung Clostridien steuert und verhindert, dass Toxine durch die Darmschleimhaut in den Blutkreislauf gelangen. In vielen Fällen waren im Stuhl dieser Kinder keine Clostridien nachweisbar, da Clostridien strenge Anaerobier und daher schwer zu untersuchen sind. Wir müssen bessere Testmöglichkeiten für diese potenten Krankheitserreger finden.

Hefen und Clostridien konnten durch die Ära der Antibiotika ganz besonders gut gedeihen. Breitbandantibiotika haben auf sie keine Wirkung, während die nützlichen Bakterien im Darm getötet werden, die sie normalerweise in Schach halten würden. Daher geraten diese beiden pathogenen Gruppen nach jeder Behandlung mit Antibiotika außer Kontrolle und wuchern stark. Die Patienten, über die wir sprechen, sind in der Regel von Geburt an zahlreichen Antibiotikabehandlungen ausgesetzt worden.

Gluteomorphine & Casomorphine oder Opiate von Gluten und Kasein.

Gluten ist ein Klebereiweiß, das in Getreide, hauptsächlich Weizen, Roggen, Hafer und Gerste vorkommt. Kasein ist ein Milcheiweiß, das in Kuh-, Ziegen-, Schaf-, Mutter- und jeder anderen Milch und allen Milcherzeugnissen zu finden ist. Bei Kindern und Erwachsenen mit Autismus und Schizophrenie werden diese Proteine nicht richtig verdaut, weil das Verdauungssystem voller krankhafter Mikroben, einer ungesunden Flora, ist. Als Ergebnis der Maldigestion von Gluten und Kasein wandeln sich diese in Substanzen mit opiatähnlicher chemischer Struktur vergleichbar mit Morphinen und Heroin. Ausgiebige Forschungen von Dohan, Reichelt, Shattock, Cade und anderen haben im Urin von schizophrenen Patienten und autistischen Kindern Peptide von Gluten und Kasein, genannt Gluteomorphine und Casomorphine, nachgewiesen. Übrigens wurden diese Substanzen auch bei Patienten mit Depressionen und rheumatoider Arthritis gefunden. Diese Opiate aus Weizen und Milch bewegen sich durch die Blut-Hirn-Schranke und blockieren bestimmte Bereiche des Gehirns, genau wie Morphin oder Heroin dies tun, was zu verschiedenen neurologischen und psychiatrischen Symptomen führt. Basierend auf dieser Forschungen sind die Gluten freie und Kasein freie Diät (im englischen GFCF-diet) entwickelt worden.

Dermorphin & Deltorphin

Dies sind zwei erschreckend giftige Stoffe mit Opiat-Struktur, die von dem Biochemiker Alan Friedman, PhD, bei autistischen Kindern gefunden wurden. Dermorphin und Deltorphin wurden zunächst auf der Haut eines Pfeilgiftfrosches in Südamerika identifiziert. Ureinwohner haben die Pfeilspitzen ihrer Pfeile mit der Schleimhaut dieser Frösche präpariert, um ihre Gegner zu lähmen, denn Deltorphin und Dermorphin sind extrem starke Nervengifte. Dr. Friedman glaubt, dass es nicht der Frosch ist, der diese Neurotoxine produziert, sondern ein Pilz, der auf der Haut des Frosches wächst. Es ist möglich, dass dieser Pilz im Darm von autistischen Kindern wächst und deren Körper mit Dermorphin und Deltorphin vergiftet.

…Die Messung oft niedriger Serum-Sulfat Werte bei diesen Patienten sind ein indirektes Anzeichen von Toxizität im Körper, denn Sulfate sind für viele Entgiftungsverfahren und für den normalen Stoffwechsel der Neurotransmitter im Gehirn wesentlich. Auch wenn die Person genügend Sulfate über die Ernährung zuführt, werden diese durch permanente Entgiftungsprozesse aufgrund der Giftzufuhr aus dem Darm wieder aufgebraucht. Gleichzeitig ist eine andere große Gruppe von Bakterien am Werk, die üblicherweise bei Darmdysbiose alles überwuchert: Es handelt sich um Sulfat-reduzierende Bakterien, die verhindern, dass Schwefel für den Körper verfügbar gemacht wird. Diese Bakterien verstoffwechseln Sulfat aus der Nahrung in Sulfite, von denen viele giftig sind, wie zum Beispiel Schwefelwasserstoff, jenes Gas, das wie faule Eier riecht. Einige Eltern von autistischen, hyperaktiven und auch anderen Kindern sagen mir, dass der Stuhl ihres Kindes diesen charakteristischen Geruch hat.

Die Mischung der Gifte kann in jedem Kind oder Erwachsenen sehr individuell und unterschiedlich sein. Was sie jedoch alle gemeinsam haben, ist die Darmdysbiose. Die Toxizität, die durch die abnorme mikrobielle Masse in diesen Menschen erzeugt wird, stellt eine Verbindung zwischen Darm und Gehirn her. Deshalb habe ich diese Störungen zusammengefasst und ihnen einen Namen gegeben: Gut and Psychology Syndrome (GAP-Syndrom).

GAPS- Kinder und Erwachsene können mehrere Symptome gleichzeitig aufweisen. Symptome wie Autismus, ADHS, ADS, OCD, Legasthenie, Dyspraxie, Schizophrenie, Depression, Schlafstörungen, Allergien, Asthma und Ekzem – und das in jeder möglichen Kombination. Diese Patienten fallen in eine Lücke in unserem medizinischen Wissen (das Wort „GAP“ bedeutet im Englischen ebenfalls Lücke – ein sinnreiches Wortspiel!). Jedes Kind und jeder Erwachsener mit geistiger Behinderung, neurologischen oder psychiatrischen Problemen sollte gründliche auf Darmdysbiose untersucht werden. Die Wiederherstellung einer normalern Darmflora und die Behandlung des Verdauungssystems des Patienten sollte oberste Priorität haben, noch vor der Gabe von Medikamenten oder sonstigen Behandlungsmethoden.

Das GAP-Syndrom oder GAPS stellt eine Verbindung zwischen dem Zustand des Darms des Patienten und dem Funktionieren des Gehirns her. Diese Verbindung ist Medizinern schon seit sehr langer Zeit bekannt. Der Vater der modernen Psychiatrie, der französische Psychiater Phillipe Pinel (1745-1828) sagte im Jahre 1807, nachdem er viele Jahre mit psychisch Kranken gearbeitet hatte: "Der primäre Sitz des Wahnsinns liegt in der Regel im Bereich vom Magen und Darm." Lange vor ihm hat Hippokrates (460-370 v. Chr.), der Vater der modernen Medizin, gesagt: "Alle Krankheiten beginnen im Darm!" Je mehr wir mit unseren modernen wissenschaftlichen Instrumenten lernen, desto mehr erkennen wir, wie Recht sie hatten!“

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Soweit Dr. Natasha Campbell-McBride – der Artikel findet sich auf ihrer Homepage www.gaps.me
Ergänzend zu den Ausführungen Dr. Natashas gilt an dieser Stelle noch festzustellen, dass nicht nur Darmprobleme und, wie schon erwähnt, konfliktschwere Lebenssituationen an psychischen wie physischen Störungen ursächlich beteiligt sind, sondern jede Form von Mangelerscheinungen und Vergiftungen im weitesten Sinne (hier schließe ich Umweltgifte aller Art, Schwermetalle – auch aus Impfungen, Amalgam, Energiesparlampen und vielem mehr – und Strahlenbelastung mit hochfrequenten Mikrowellen – von Mobilfunkmasten, Handy, Schnurlostelefon, W-Lan, Bluetooth, digitalem Funk, „intelligenten“ Stromzählern etc. etc. – sowie den „herkömmlichen“ Elektrosmog ein).

Selbstverständlich kann auch eine genetische Komponente eine nicht unerhebliche Rolle spielen, so werden wir oft schon mit „Schwachstellen“ geboren, die Vorfahren von uns ebenfalls aufweisen (vielleicht eine nicht optimale Enzymproduktion). Allerdings wissen wir heute durch die Forschungen der Epigenetik, dass unsere Gene uns nicht ausschließlich bestimmen, sondern Umweltfaktoren (Ernährung etc.) bestimmte Gene ein- oder ausschalten können und somit auch Körperfunktionen ein- oder ausgeschaltet werden. Deshalb sind wir diesen Erkrankungen nicht notwendigerweise schicksalhaft ausgeliefert, sondern können in vielen Fällen zur insgesamten Verbesserung bis hin zur Heilung beitragen.

Nachdem nun das Problem identifiziert ist, erhebt sich Frage nach der Behandlung dieser tiefgreifenden Störung. Ist es möglich und wenn ja, wie, einen häufig über viele Jahre dysbiotischen Darm mit allen seinen Schädigungen (Leaky-Gut etc.) und daraus folgenden Fehlfunktionen dauerhaft zu sanieren?

Die Behandlung von GAPS erfordert vielfach eine tiefgreifende Änderung vieler lieber – oder besser gesagt: schlechter Gewohnheiten und häufig auch ein radikales Umdenken und Abschiednehmen, was wir bisher über Darmsanierung und gesunde Ernährung zu wissen glaubten.

Aber, wie sagte schon 1888 Gee: „Alles, was der Patient zu sich nimmt und nicht verdauen kann, schadet ihm.“

Dieses Prinzip liegt der GAPS-Diät ebenso zugrunde wie die Auswahl nährstoffreicher Lebensmittel (nutrient dense), die erst die Bausteine für die Heilung bereitstellen.

Sie setzt sich aus drei Komponenten zusammen, die wichtigste und deshalb an erster Stelle zu nennende

  1. Ernährungsumstellung auf die GAPS-Diät
  2. Supplementation – Nahrungsergänzungen
  3. Entgiftung und Änderungen des Lebensstils.

Eine ausführliche Beschreibung findet sich in Dr. Natashas Buch: „Gut and Psychology Syndrome“, das zur Zeit leider noch nicht in deutscher Sprache verfügbar ist.

Die GAPS-Diät basiert auf den Forschungen und Erfahrungen von Dr. Sidney V. Haas und Dr. Merrill P. Haas, die nach langjähriger klinischer Erfahrung ein 1951 ein Buch mit dem Titel „Management of Celiac Disease“ veröffentlicht hatten. Leider geriet die von ihnen entwickelte sogenannte „Special Carbohydrate Diet“, kurz SCD genannt, trotz guter Erfolge teilweise wieder in Vergessenheit, bis eine Mutter in ihrer Verzweiflung ihre an Colitits ulcerosa erkrankte Tochter bei den Drs. Haas vorstellte, die ihr die SCD, zu Deutsch: Spezifische Kohlenhydrat Diät, verordneten. Elaine Gottschall hat ihre Erfahrungen in dem auch in Deutsch verfügbaren Buch „Diät bei Morbus Crohn & Colitis ulceos“ beschrieben: Ihre Tochter war innerhalb von zwei Jahren beschwerdefrei, konnte später wieder „normal“ essen und erfreute sich nach über 20 Jahren noch bester Gesundheit. Leider ist der deutsche Titel durch die Einschränkung auf CED sehr irreführend, die SCD ist auch bei anderen Beschwerdebildern, die vom Darm ausgehen, von großem Nutzen.

Dr. Natasha wandte die SCD viele Jahre in ihrer Klinik an, wandelte sie aber nach den speziellen Bedürfnissen ihrer Patienten weiter ab und integrierte viel “altes“ Wissen in diese Kostform, die von ihren Patienten dann auch irgendwann die GAPS-Diät genannt wurde.

Wer sich mit den Forschungen des Zahnarztes Weston A. Price befasst hat, wird viele Aspekte der heute noch von der WestonPriceFoundation vertretenen Ernährungsgrundsätze auch in der GAPS-Diät wiederfinden. Dr. Price bereiste in den 30er Jahren des letzten Jahrhunderts die ganze Welt um zu erforschen, wie sich Völker, die noch von der Zivilisation unberührt geblieben waren, ernährten und welchen Einfluss dies auf ihre Zahngesundheit hatte. Seine Erkenntnisse sind auch heute noch von immenser Relevanz, wenn wir versuchen wollen, Schädigungen, die uns die moderne Zivilisationskost gebracht hat, wieder rückgängig zu machen.

Was die Nahrung all dieser Völker, die sich guter und bester Gesundheit erfreuten, gemein hatte, war die Tatsache, dass sie trotz sehr unterschiedlicher Nahrungsquellen, die von fast ausschließlichem Verzehr tierischer Produkte (Eskimos, Massai) hin zu überwiegend pflanzlicher Kost (z. B. in den Tropen) reichte, jedoch immer davon geprägt war, dass sie wesentlich mehr fettlösliche Vitamine (allen voran Vitamin D, A und K) beinhaltete als unsere moderne Kost – und diese stammten aus tierischen Quellen. Und wenn „nur“ kleine Fische, Fischeier, Maden und Würmer verzehrt wurden – hochwertiges tierisches Eiweiß und die entsprechenden lebensnotwendigen Fette waren Garant für das Überleben und die Gesundheit dieser Völker.

Weiterhin benutzten diese Völker spezielle Methoden, um Lebensmittel, die von Natur aus viele Antinutrienten (Stoffe, die die Verdauung und Aufnahme der Nährstoffe erschweren, z. B. Phytin) enthalten, für den menschlichen Körper verträglicher zu machen. Daher stammen auch die alten Methoden des Fermentierens von Gemüsen und Milchprodukten, des Einweichens von Hülsenfrüchten, die lange Sauerteigführung bei Brot und Getreideprodukten, das Einweichen von Nüssen etc. etc.

Dieses Wissen ist uns heute größtenteils abhanden gekommen und der Durchschnittsbürger, der Getreideprodukte, oft sogar Vollkorn, Hülsenfrüchte und Nüsse, um nur ein paar Beispiele zu nennen, als „gesunde und nährstoffreiche“ Lebensmittel verzehrt, sitzt häufig einer Täuschung auf, da die Nährstoffe vom Körper aufgrund der nicht angemessenen Zubereitung kaum aufnehmen kann – nein, noch schlimmer: Antinutrienten sind nicht nur in der Lage, die Nährstoffaufnahme zu behindern, sondern auch einen empfindlichen Darm noch weiter zu schädigen. Besonders schlecht kommen hierbei all die im Handel als gesund angepriesenen Frühstücksflocken weg – selbst die „gesunden“ aus Vollkorn und ohne zugesetzten Zucker! Aber dieses Thema hier ausführlicher zu behandeln, würde den Rahmen sprengen!

Wir neigen heute dazu im Zuge der allgemeinen Völlerei mit unsinnigen „Magenfüllern“ – man mag es gar nicht Lebens- oder Nahrungsmittel nennen – das Kind mit dem Bade auszuschütten und von vornherein tierische Lebensmittel als eher ungesund anzusehen, während wir die Wichtigkeit von Obst und Gemüse und anderen Pflanzenprodukten gar nicht überbetonen können. Tatsächlich sollten wir einmal schauen, welche Wirkung welche Lebensmittel überhaupt im Körper haben und wir werden feststellen, dass ein hoher Gehalt an Wirkstoff XY nicht notwendigerweise ein Garant dafür ist, dass dieser Wirkstoff auch in der Zelle ankommt. Wie bereits erwähnt, finden sich in vielen pflanzlichen Lebensmitteln sogenannte Antinutrienten, die bei nicht sachgerechter Neutralisierung dem Körper sogar eher Schaden zufügen können. Außerdem finden wir viele Nährstoffe in guter Bioverfügbarkeit tatsächlich nur in tierischen Produkten – optimal natürlich nur dann, wenn auch die Tiere unter natürlichen Lebensbedingungen gehalten wurden (Weidetiere).

So kommt Dr. Natasha zu dem hier von mir etwas simpel dargestellten Schluss, dass pflanzliche Lebensmittel eher der Entgiftung, tierische Lebensmittel eher der Ernährung dienen und nur eine sinnvolle, auf die jeweilige Person und ihre Lebenssituation ausgerichtete Lebensmittelauswahl gesundheitsförderlich ist.

Selbstverständlich liefern auch Pflanzen Nährstoffe, selbstverständlich haben auch tierische Produkte entgiftende Kapazitäten – es handelt sich deshalb nur um eine ganz grobe Einteilung, die man sich vielleicht anhand eines frisch gepressten Obst/Gemüsesaftes und eines Eidotters verdeutlichen kann.

Was ist nun der Unterschied zwischen SCD, GAPS-Diät und anderen herkömmlichen Diäten, speziell all den von immer mehr Menschen angewandten „Auslassdiäten“ – sei es nach IgG und IgG4 – Tests oder Diäten ohne Gluten, Laktose, Fruktose, Kasein oder was auch immer als unverträglicher Bestandteil der Ernährung dingfest gemacht wurde?

Die Kohlenhydrate in der SCD ebenso wie bei GAPS bestehen hauptsächlich aus Einfachzuckern, den Monosacchariden, die in Obst, Honig, bestimmten Gemüsesorten und unter bestimmten Bedingungen fermentiertem Jogurt gefunden werden.

Einfachzucker können direkt im Dünndarm resorbiert werden – benötigen also im Vergleich zu Zweifachzuckern (z. B. Saccharose – im Haushaltszucker) oder Mehrfachzuckern (Polysacchariden – z. B. Stärke) keine weitere Aufspaltung. Wenn, ganz vereinfacht gesagt, nun eine durch welche Umstände auch immer geschädigte Darmschleimhaut Mehrfachzucker nur noch eingeschränkt verdauen und somit nicht resorbieren kann, bieten diese unverdauten Zucker im Dünndarm zum einen die Umkehrung des normalen Verdauungsprozesses bewirken, indem sie Wasser anziehen und damit Durchfälle verursachen, zum zweiten dienen diese Zucker als Nährboden für alle möglichen pathogenen Keime, allen voran den Hefen (Candida etc.).

In der GAPS-Diät steht die Heilung des Darms an erster Stelle, denn mit einem gesunden Darm werden automatisch Nährstoffversorgung und Entgiftungsvorgänge optimiert. So hat sich aus Dr. Natashas klinischer Erfahrung gezeigt, dass selbst bei autistischen Kindern häufig keine zusätzliche Chelattherapie vonnöten ist, sondern Schwermetallbelastungen nach 8 – 12 Monaten GAPS-Diät stark zurückgehen, nur in wenigen Fällen – dabei handelt es sich öfter um MS-Patienten – ist eine zusätzliche Chelattherapie angezeigt.

Wie sieht es nun mit der Durchführung der Diät aus – welche Lebensmittel sind erlaubt, welche sind verboten?

Es gibt zwei Formen der Durchführung der Diät:

  1. Die Einführungsdiät, kurz auch „Intro“ - von Introduction-Diet abgeleitet -genannt
  2. Die volle GAPS-Diät

Mit welcher der beiden Formen gestartet wird, liegt am individuellen Beschwerdebild. Menschen mit Durchfällen und sehr starken Darmproblemen beginnen am besten mit der Intro, Menschen mit wenig Beschwerden oder Verstopfung können auch mit der vollen GAPS-Diät beginnen. Sollte allerdings ein Obstipierter bereits viele Unverträglichkeiten aufweisen, die seine Nahrungsaufnahme sowieso beschränken, kann auch hier die Intro die erste Wahl sein. Menschen, die von Berufs wegen viel unterwegs sind oder stark im Stress stehen, beginnen oft lieber mit der vollen Diät, um später die Intro nachzuholen. Grundsätzlich sollte jeder GAPS-Patient früher oder später die Intro durchmachen, bei leichten oder kaum feststellbaren Beschwerden kann diese ja in ganz kurzer Zeit durchlaufen werden.

 

Bei der Intro erfolgt die Einführung der Nahrungsmittel nach einem 6-Stufen-Plan. Dabei sind natürlich individuelle Allergien und Unverträglichkeiten zu beachten. So wird ein echter Eier-Allergiker in Stufe 3 auf die Einführung der Eier verzichten, aber vielleicht schon bald Lebensmittel aus Stufe 4 dazu nehmen können.

 

Ein Wort an dieser Stelle zu all den verschiedenen Lebensmittelunverträglichkeits-Tests: Bei GAPS sind nur die Lebensmittel zu meiden, die tatsächlich Probleme machen. Dies ist gewöhnlich bei echten Allergien der Fall. Unverträglichkeiten, die nur durch Tests bekannt sind, werden ignoriert, sofern diese Lebensmittel GAPS-erlaubt sind und keine Reaktionen zeitigen (z.B. ungebundenen Stuhl oder Durchfall, andere Reaktionen). In extremen Fällen z. B. von FPIES bei Säuglingen werden z. B. Brühen mit Fleisch trotz allgemeiner Proteinunverträglichkeit mit gutem Erfolg gegeben, auch wenn anfänglich noch Reaktionen bestehen. Diese lassen nach, wenn der Darm abheilt und das Leaky-Gut-Syndrom sich bessert, aber für diesen Heilungsprozess werden die Nährstoffe, die in großem Maße durch die GAPS-Diät zur Verfügung gestellt werden, benötigt.

Hier ein Kurzüberblick über verbotene/erlaubte Lebensmittel und die einzelnen Stufen, der Übersichtlichkeit halber in Stichworten. Diese kurze Zusammenfassung ersetzt nicht das Lesen des GAPS-Buchs und auch nicht den Besuch beim GAPS-Therapeuten, Arzt oder Heilpraktiker im Krankheitsfall, sondern soll nur einen kurzen Überblick verschaffen…

Die Fortsetzung erhalten Sie nach einer individuellen Beratung in meiner Praxis.

 

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Dieser Artikel ist nicht zur Diagnose oder Behandlungen von Krankheiten geeignet und ersetzt im Krankheitsfall nicht den Besuch beim Arzt oder Therapeuten. Alle Aussagen sind ohne Gewähr.

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